Porträtreihe
Friedrichskooger Bewohner erzählen, warum dieser Küstenort ihre Heimat ist
Friedrichskoog und seine Gemeinschaft
Friedrichskoog lebt von Menschen, die diesen Nordseeort mit ihrer Heimatliebe und ihrer tiefen Verbundenheit zur Küste prägen. Deshalb stellen wir sie hier vor!
Ihre Geschichten erzählen von einem Leben, das vom Meereswind, den Gezeiten und von einer Ruhe begleitet wird, die nur hier zu finden ist. Jede Stimme zeigt, weshalb Friedrichskoog stärkt, inspiriert und ein Gefühl von Ankommen schenkt. Die Porträts laden dazu ein, diesen Stimmen zu begegnen und zu verstehen, weshalb Friedrichskoog für sie weit mehr ist als ein Wohnort. Diese Einblicke öffnen Wege zu den Menschen, die bleiben, weil sie hier Kraft, Weite und ihren vertrauten Platz im Leben haben. Ihre Verbundenheit macht sichtbar, weshalb Friedrichskoog nicht nur Urlaubsort, sondern Lebensraum mit viel Gefühl ist. Wir laden herzlich ein, die Menschen aus dem Ort kennenzulernen und zu spüren, was Friedrichskoog an der Nordsee so einzigartig macht. Gerne geben wir im Tourismus-Service weitere Informationen oder stellen Kontakt her.
Porträt
Bernd Duncker
Die Welt gesehen – die Heimat im Herzen
Dass Bernd einmal Gastgeber werden würde, lag vielleicht schon ein bisschen in seiner Kindheit. Aufgewachsen ist er in Friedrichskoog, wo sein Vater als Schäfermeister arbeitete und seine Eltern den Friesenhof besaßen. Aus der Schäferei wurde mit der Zeit ein Ort, an dem auch Gäste ein und aus gingen, Gastronomie kam hinzu, sogar ein Kino betrieb die Familie zeitweilig. Bernd war mittendrin: Schon als Zwölfjähriger half er an der Kasse der Discothek mit und lernte früh, wie viel Freude es machen kann, mit Menschen zu arbeiten. Friedrichskoog war sein Zuhause, aber die Neugier auf das, was jenseits des Deiches lag, war mindestens genauso groß.
„Ich wollte immer nach Friedrichskoog zurück, aber vorher die Welt sehen“, sagt er. Und genau das tat er. Sein Weg führte ihn in die gehobene Hotellerie und Gastronomie, unter anderem ins Atlantic Hotel Hamburg, nach St. Moritz und auf die Schiffe MS Astor und MS Europa. Es waren Jahre, in denen er viel sah, viel lernte und eine Leidenschaft entdeckte, die ihn bis heute begleitet: die Welt der Cocktails.
"Cocktails Geschichte geben"
Doch so spannend die Welt draußen war: Friedrichskoog blieb der Fixpunkt. Zwischen 1987 und 1992 baute Bernd hier den Möven Kieker auf und führte ihn selbst. Später machte er seine Leidenschaft für Cocktails zum Beruf und entwickelte eine Geschäftsidee, die damals durchaus ungewöhnlich war: hochwertige, fertig gemixte Cocktails für die Gastronomie. Bernd ließ sich zum Barkeeper ausbilden und begann schon bald, eigene Drinks zu entwickeln. Denn für ihn gehört zu einem guten Cocktail mehr als das richtige Mischungsverhältnis. „Cocktails Geschichte zu geben, das kann ich“, sagt er.
Rund 70 Bars zwischen Stade, Hamburg und in Schleswig-Holstein belieferte er mit seinen Cocktails. Irgendwann kam der erste mobile Cocktailwagen dazu, dann der zweite; heute sind es sechs. Mit ihnen ist Bernd auf Stadtfesten und Veranstaltungen im ganzen Norden unterwegs. Und natürlich dürfen auch alkoholfreie Kreationen nicht mehr fehlen. „Der Trend ist eindeutig“, sagt Bernd – und so haben auch diese Varianten längst ihren festen Platz in seinem Repertoire. Mit seinem alkoholfreien „Cocktail des Nordens“ gewann Bernd sogar eine Auszeichnung. Für ihn ist das Tüfteln an Aromen bis heute einer der schönsten Teile seines Handwerks: Menschen mit einer guten Idee, einem besonderen Geschmack und einem kleinen Erlebnis im Glas zu überraschen.
Wie sehr sich dabei seine Cocktailkunst und seine Verbundenheit mit Friedrichskoog ergänzen, zeigt seine jüngste Kreation. Zur großen Eröffnung des neuen Trischendiek-Strandes entwickelte er eigens den „Friedrichskoog Trischendiek Umami 7“, einen Cocktail, der ein Stück Friedrichskoog ins Glas bringen soll. Soweit möglich, kommen regionale Zutaten und typische Aromen der Küste zum Einsatz.
Eine Idee, eine Institution: das Festival am Deich
Vielleicht erklärt genau diese Mischung aus Gastgebertum, Ideenreichtum und Verbundenheit mit Friedrichskoog auch sein wohl größtes Herzensprojekt. Die Idee für das Festival am Deich stammt von ihm. Er rief es ins Leben und hat es 20 Jahre lang mit viel Herzblut, Zeit und persönlichem Engagement geprägt. Natürlich war er dort auch mit seinen Cocktailwagen mittendrin; so schlossen sich seine Leidenschaft für Cocktails und seine Heimat ganz selbstverständlich zusammen.
„Um reich zu werden, macht man so ein Festival nicht“, sagt er sinngemäß. Es ist etwas, das man wirklich wollen muss. Und Bernd wollte: entwickeln, ausprobieren, Menschen zusammenbringen und Friedrichskoog etwas geben, das bleibt. Nach zwei Jahrzehnten, auf die er mit viel Freude zurückblicken kann, geht dieses Kapitel für ihn nun zu Ende. Was bleibt, ist ein Festival, das längst seinen festen Platz in Friedrichskoog gefunden hat.
Zwei Heimaten und ein Anker
Ganz ohne Ferne geht es für Bernd allerdings bis heute nicht. In Brasilien, nahe Fortaleza, hat er ein Haus und eine zweite Heimat gefunden. Dort verbringt er einen Teil der Winterzeit und bekommt dort auch immer mal wieder Besuch von Freunden aus Friedrichskoog. Vielleicht passt gerade das ziemlich gut zu ihm: die Freude an der Welt und an anderen Orten, ohne darüber zu vergessen, wo die eigenen Wurzeln liegen. Denn Friedrichskoog ist für Bernd nach all den Stationen nie einfach irgendein Ort gewesen. Er kennt den Ort aus einer Zeit, in der der Tourismus noch ganz anders aussah, hat seine Entwicklung miterlebt und an vielen Stellen selbst ein kleines Stück dazu beigetragen. Umso mehr bedeutet es ihm zu sehen, was heute entsteht und wie Friedrichskoog sich weiterentwickelt - vom neuen Strand und Trischendiek bis zu den vielen Veränderungen darüber hinaus.
Und natürlich hat einer wie Bernd, der sein Leben lang Gastgeber war, auch noch Ideen für die Zukunft. Was er sich für Friedrichskoog wünscht? Vor allem eine frische, moderne und unkomplizierte Gastronomie, die zu den neuen hochwertigen Angeboten im Ort passt. Eine gute Beachbar zum Beispiel, ein Ort, an dem Gäste und Einheimische ganz selbstverständlich zusammenkommen und den Tag ausklingen lassen können.
Vielleicht ist das am Ende das Schönste an seiner Geschichte: Er musste erst hinaus in die Welt, um viele Erfahrungen, Ideen und Geschichten mitzubringen. Angekommen ist er trotzdem immer wieder dort, wo alles angefangen hat: in Friedrichskoog.
Porträt
Krümel (Hüsniye Ural)
Wer in Friedrichskoog nach Krümel fragt, wird wahrscheinlich schnell fündig. Seit vielen Jahren gehört sie mit ihrem Grillhaus fest zum Ort. Hinter dem Tresen ist sie in ihrem Element: Sie begrüßt ihre Gäste, nimmt Bestellungen entgegen, plaudert mit Stammkunden und hat auch dann noch ein offenes Ohr, wenn es gerade hektisch wird. „Der Imbiss ist mein Leben”, sagt Krümel. Und das nimmt man ihr sofort ab. Dabei war Friedrichskoog ursprünglich nur als kurze Station gedacht. Ein Bekannter suchte damals Unterstützung in einem Imbiss und fragte, ob sie für zwei Wochen aushelfen könne. Aus den geplanten 14 Tagen wurden viele Jahre. 2017 machte Krümel sich selbstständig. Ein Jahr später bekam der Betrieb seinen heutigen Namen: Krümels Grillhaus.
Ein Name, der geblieben ist
Eigentlich heißt Krümel Hüsniye Ural. Ihren Spitznamen bekam sie viele Jahre zuvor, als sie nach einem Autounfall zusätzlich in einer Fischfabrik arbeitete. Eine Kollegin fand, dass „Krümel” besser zu ihr passe und der Name blieb. Später wurde sie auch in einer Gaststätte in Marne nur noch so gerufen. Irgendwann kannte sie kaum noch jemand anders. Krümel ist gelernte Verkäuferin und hat schon früh gearbeitet. Ob in Bäckereifilialen, auf einem Schiff oder in der Gastronomie, der Kontakt zu Menschen gehörte immer dazu.
Ein Treffpunkt für Gäste und Einheimische
Heute steht auf der Speisekarte von Krümels Grillhaus weit mehr als nur Döner. Pizza, Schnitzel, Currywurst, Burger, Salate und viele weitere Gerichte gehören zum Angebot. Für viele Gäste ist der Imbiss trotzdem nicht nur ein Ort zum Essen. Hier trifft man Bekannte, kommt ins Gespräch oder schaut einfach kurz vorbei. Viele Urlauber kennen Krümel seit Jahren. Sie kommen immer wieder nach Friedrichskoog, zu Ostern, in den Sommerferien oder zu anderen Ferienzeiten. Manche bringen inzwischen ihre Kinder oder Enkel mit. Besonders wichtig sind ihr aber auch die Menschen aus Friedrichskoog. Sie kommen das ganze Jahr über, auch dann, wenn die Saison ruhiger ist.
Friedrichskoog ist ihre Heimat geworden
Krümel wurde in der Türkei geboren und lebt seit 1975 in Deutschland. Ihre Eltern waren bereits 1969 nach Deutschland gekommen und hatten sich entschieden, mit der Familie in Marne zu leben. Krümel wuchs in Dithmarschen auf und blieb der Region verbunden. Seit vielen Jahren lebt sie inzwischen in Friedrichskoog, heute direkt neben ihrem Grillhaus. Auch wenn sie noch Verwandte in der Türkei hat, fühlt sie sich in Friedrichskoog fest verwurzelt. „Friedrichskoog ist meine Heimat geworden”, sagt sie. Die Menschen im Ort haben sie nach ihrer eigenen Erfahrung von Anfang an freundlich aufgenommen. Aus Bekanntschaften wurden Freundschaften. Einige Menschen sind für sie inzwischen wie Familie.
„Ein Moin kostet doch nichts”
Krümel mag den direkten Kontakt. Sie erzählt gern, lacht viel und kommt schnell mit Menschen ins Gespräch. Freundlichkeit gehört für sie einfach dazu. „Ein Moin kostet doch nichts”, sagt sie und lacht. Natürlich gibt es auch stressige Tage. Im Sommer ist viel los, die Arbeitstage sind lang, und am Grill wird es heiß. Viele Stunden steht Krümel zunächst allein im Laden, bevor am Nachmittag Unterstützung kommt. Trotzdem nimmt sie sich Zeit und wenn jemand nicht mehr gut zu Fuß ist, bringt sie das Essen auch schon einmal persönlich an den Tisch. Viele Jahre hatte sie sieben Tage in der Woche geöffnet. Erst ihre Schwester überzeugte sie davon, einen festen Ruhetag einzuführen. „Du wirst nicht jünger. Du musst auch mal ein bisschen leben”, habe sie gesagt. Seitdem bleibt das Grillhaus dienstags geschlossen. An den freien Tag musste Krümel sich zunächst gewöhnen. Heute ist sie ihrer Schwester dafür dankbar.
„Dass es so weiterläuft”
Krümel wünscht sich, dass die Menschen gesund bleiben, dass die freundliche Atmosphäre im Ort erhalten bleibt und die Gäste weiterhin gern nach Friedrichskoog kommen. Die Verbindung zwischen Krümel und Friedrichskoog ist über die Jahre gewachsen. Sie gehört für viele Menschen inzwischen einfach zum Ort. Gleichzeitig weiß sie, wie wichtig die Unterstützung der Friedrichskoogerinnen und Friedrichskooger für ihren Betrieb ist. „Ich bin Friedrichskoog sehr dankbar”, sagt sie. „Sie haben mich mit offenen Armen aufgenommen.” Krümels Grillhaus ist damit längst über seinen Namen hinausgewachsen: Es ist ein Treffpunkt und ein Ort, an dem man sich willkommen fühlt. Und ein freundliches „Moin” gibt es meistens gleich dazu.
Porträt
Petra Wilkens
Wer an Alpakas denkt, hat wahrscheinlich erst einmal die Anden und Peru im Kopf. Von dort stammen nämlich die drolligen Tiere, die wegen ihrer Wolle in Südamerika gezüchtet werden. Dass sie in einem Nordseeküstenort wie Friedrichskoog seit fünf Jahren zu finden sind, erscheint dann vielleicht erstmal etwas skurril.
Doch so wie die Tiere „zugezogen“ sind, ist es auch die Frau, die mit ihnen auf dem Alpakahof in Friedrichskoog lebt. Petra Wilkens kam vor 20 Jahren der Liebe wegen an die Nordsee. Sie lernte ihren Mann, einen Landwirt, kennen, verliebte sich und heiratete „auf den Altfelder Hof ein“. „Zugereiste“ nennt man sie hier, doch sie ist längst mit Leib & Seele ein Teil von Friedrichskoog: „Undenkbar, jemals wegzugehen. Ich liebe mein Leben hier!“ Und das nicht nur wegen Meer, Land, Luft, Familie, Verwandtschaft, Freunde, sondern auch wegen ihrer „Fellkinder“, den Alpakas.
Doch wie kam es zu den neuen Familienmitgliedern? Als ihre eine Tochter neun Jahre alt war, wünschte sie sich ein eigenes Tier. Durch das Wohnen auf dem Altfelder Hof waren die Möglichkeiten größer als bei anderen Tierliebenden. Ein Hund sollte es nicht sein, über Hängebauchschwein und Ziegen wurde nachgedacht, aber die Gedanken daran verworfen. Sofort „verliebt“ war die Tochter aber bei einem Besuch in einem Tierpark in Niedersachsen, als sie auf Alpakas traf. Und auch Petra und ihr Mann konnten sich gut vorstellen, dieser Art von Tieren ein Zuhause zu geben. Ein Züchter in der Nähe ward gefunden. Schon bald zogen die ersten Tiere auf dem Hof ein und sorgten im Laufe der Jahre mit anderen auch für Nachwuchs. Heute gehören daher Stan, Oli, Sirius, Chanel, Aniça, Paco, Frederiko und die kleine Sofia zur Familie Wilkens und werden innig geliebt.
Was aber machen diese besonderen Felltiere mit den Menschen zusätzlich dazu, dass sie die Blicke aufgrund ihrer Einzigartigkeit auf sich ziehen? Petra sieht eine Begegnung mit ihnen als wahre Wohltat und Bereicherung: „ Wer sich mit Alpakas umgibt, entschleunigt. Sie sind Distanztiere, aber sehr neugierig. Vor allem sind sie sanft! Bei ihnen ist man ruhig und geduldig, denn nur das lieben und akzeptieren sie“, so die „Alpakamama". Wer auch einmal in den Genuss der Nähe dieser besonderen Tiere kommen will, ist herzlich eingeladen, die Wilkens und ihre Alpakas auf dem Altfelder Alpakahof im Altfelder Weg mit Voranmeldung zu besuchen. Hier können sogar persönliche Fütterungen und Spaziergänge gebucht werden.
Eine Sache hat Petra Wilkens neben der Betreuung, Pflege und Auf(zucht) der lieben "Fellkinder" noch für sich entdeckt: „Jetzt fange ich an, zu spinnen!“ und das im wahren Sinne des Wortes. Denn auch Alpakas müssen regelmäßig geschoren werden. Zuvor wurde die Rohwolle, ein bis eineinhalb Kilo pro Tier, immer zur Verwertung weitergegeben. Just kaufte sich Petra aber ein Zwei-Tritt-Spinnrad und übt bereits fleißg, Vlies zu spinnen. Sie freut sich schon sehr darauf, Wolle in den Farben ihrer Lieblinge zu produzieren: von Schwarz, Grau über Braun bis hin zu verschiedenen Weißtönen.
PORTRÄT
Tim Böge
Ein Pfundskerl, so würde ihn wahrscheinlich ein Bayer nennen.Tim Böge, auch liebevoll von allen„Hasi“ genannt, hat das Herz am rechten Fleck und setzt sich aus Leidenschaft für seinen Heimatort ein. Der Friedrichskooger ist gelernter Maurer, als Wasserbauer tätig und betreibt, gemeinsam mit seinem Bruder das Bierquarium am Alten Hafen in Friedrichskoog. Unterstützt wird er, wie er sagt „von seinen tollen Angestellten“. Auch seine liebe Partnerin steht ihm zur Seite. Und Vater Henry ist ihm zudem eine große und wertvolle Stütze: „Papa macht alles, er hilft, wo er kann, repariert und nimmt sogar auch mal Schrubber und Feudel in die Hand!"
Für Tim ist das Bierquarium aber nicht einfach nur eine Kneipe oder Gaststätte, sondern, wie er sagt, „ein Treffpunkt“. Als er 2020 den damaligen Kiosk am Alten Hafen entdeckte, wusste er gleich, dass er einen Ort der Begegnung schaffen wollte.
Und das für alle Gäste – Einheimische wie Urlauber. Genau das ist es heute: Ein Ort der Begegnung, an den Gäste von nah und fern kommen. Tim Böge kennt sie alle. Jede und jeder Einzelne ist immer herzlich willkommen: „Für mich ist das wie eine große Familie, die sich bei uns im Bierquarium trifft. Da ist es auch egal, ob es Einheimische, Zugezogene oder Urlauber sind. Wir verstehen uns alle super. Die Stimmung ist immer gut!“ Vom Alter sei es gemischt, er habe sogar ein älteres Ehepaar, das sei um die 70 Jahre und gerne da. Wer Lust hat, ihn und seine „Mannschaft“ zu besuchen, kann das übrigens dienstags bis samstags von 17:00 bis 23:00 Uhr und sonntags von 10:30 bis 19:00 Uhr.
Tim ist aber nicht nur ein geselliger, sondern auch ein ziemlich sportlich aktiver Mensch. Er leitet sie und spielt Fußball in der erfolgreichen 3. Herrenmannschaft des TSV Friedrichskoog. Ein Teamplayer durch und durch, der auf jeden Erfolg der Mannschaft mächtig stolz ist! Wenn man ihn fragt, was seine Kindheit und Jugend in Friedrichskoog ausgemacht, dann klingt es wie das pure Glück. Denn er erzählt von Freiheit, vom Fußballspielen hinter der Schleuse, vom Baden hinter dem Hafen, vom Schlafen in den Heuhaufen beim Bauern und von den Sommerferien mit der Clique. So kennt er auch noch das Leben im Hafen, als es noch Fischer gab, die mit ihren Kuttern Krabben reinholten „Wir hatten die größte Anzahl an Kuttern an der Küste“. Es habe sehr geschmerzt, als 2014 der Betrieb zu Ende ging. Und noch heute ist Wehmut dabei, wenn er den Hafen betrachtet. Doch vielleicht passiere auch hier etwas mehr, das hofft er sehr.
Porträt
Matthias Claußen
Matthias Claußen ist Friedrichskooger mit Leib und Seele. Ein sanfter, ruhiger Mann, der mit Bedacht spricht und dem man gerne zuhört. Seine Familie ist seit Generationen tief in Friedrichskoog verwurzelt. Nur die Omas zogen einst zu, eine aus dem Nachbarort Kronprinzenkoog, die andere aus dem Sudetenland. Für ihn bedeutet Friedrichskoog alles: „Hier gehöre ich hin!“
Von Jugend an fühlt er sich wohl in Gemeinschaft mit Verantwortung und ging mit 16 Jahren zur Feuerwehr. Heute ist der gelernte Elekto-Installateur, neben seinem Job als Anlagenwart bei Harbour Energy, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichskoog. Er ist mit seinem Team da, wenn es im wahrsten Sinne des Wortes „brennt“. Doch nicht nur dann, egal, weshalb und wohin die Feuerwehr ausrücken muss, Matthias Claußen ist an erster Stelle dabei: „Sicherheit ist wichtig für Einheimische, Urlauber und Besucher. Wir haben fünf Fahrzeuge und sind in sechs bis acht Minuten da. In unserem Team gibt es 40 Aktive, im Alter von 18 bis 67 Jahren und natürlich Ehrenmitglieder wie zum Beispiel meinen Vater.“
In der Veränderung durch die Baumaßnahmen mit Deichverstärkung und des Areals Trischendiek sieht er eine große Chance: „Es ist ein gutes Gefühl, dass der Deich uns allen jetzt die nächsten 30 Jahre Sicherheit gibt. Die Attraktivierung und Modernisierung in Friedrichskoog-Spitze mit Trischendiek Park samt dem großen Deichplatz, der Parktribüne mit Blick auf Meer und Park und der bald ganz vollendete Trischendiek Strand mit Liegen, Steg und Co. sind ein großer Mehrwert und eine Bereicherung des Ortes.“ Friedrichskoog habe in den vergangenen Jahren einstecken müssen, doch jetzt sei der „Dornröschenschlaf“ vorbei. Matthias Claußen liebt seinen Ort aber nicht nur als Heimat, er sieht auch den Tourismus: „ Der ist eine wichtige Einnahmequelle! “ Durch das „neue Friedrichskoog“ hofft er, dass der Standard des beliebten Urlaubortes noch um einiges gesteigert wird. Er freut sich auf ein neues Jahr in der Friedrichskooger Gemeinschaft, ein 2026 mit vielen Besuchern und Urlaubern von nah und fern.
